In universum

hey.

„Aber Stephie, dafür leben wir doch.“

Meine Ellenbogen sind auf kühles Metall gestützt. Ich bin unglaublich müde, aber ein bisschen muss ich noch durchhalten. Die letzten Tage habe ich nicht viel geschlafen, bin von einem Ort zum anderen gehetzt, nur um so viele liebe Menschen zu sehen, nur um heute hier zu stehen.

Die Lichter gehen aus, ein Summen aus Pfeifen und Rufen baut sich stetig in der Menge auf, wird immer lauter, bis endlich schattenartige Umrisse mehrerer Personen über die Bühne schweben. …

Read More

0 Comments

In 51° 31′ N, 0° 7′ W ∙ London, going places

october, week no. 7

 

Es war der schönste Spätsommer, als ich nach London gezogen bin. Und ganz langsam, fast unbemerkt, wurde es Herbst – die Morgen sind kühl, ein leichter Wind weht durch die Bäume und die Stadt ist in goldenes Licht getaucht.

Und, ganz generell, wäre London eine Farbe, wäre es Gold. Kein zu gelbliches Gold, eher ein Gold mit einem kühlen Unterton, das eine leicht distanzierte Wärme ausstrahlt. Begehrenswert, und doch irgendwie unerreichbar. Denn mit fortschreitender Zeit fühle ich mich hier immer mehr zuhause, habe mein Herz irgendwo zwischen Regent Street und Marylebone verloren, finde es nicht wieder, und werde jeden Tag daran erinnert, dass es …

Read More

0 Comments