In 48° 51′ N, 2° 21′ E ∙ Paris, going places

Paris, mon amour

Long lost diary entries from a trip of a lifetime….

 

 

Paris, was soll ich sagen? So lange wollte ich schon dorthin, gemeinsam mit meiner großen Liebe, ist Paris doch bekanntlich die romantischste Stadt der Welt. Als Abschlussklasse im Kommunikationsdesign mit Profil Mode machten wir uns dann an einem dunklen Mittwochmorgen im September mit dem TGV auf, in die Stadt der Lichter.

Vom Gare de l’Est zur Pont Marie wurden wir von dem schönsten Herbstwetter begrüßt und von überallher tönten Brocken französischer Phrasen. Die Seine glitzerte in der Mittagssonne und unser erster Weg führte in unser Hostel. Ich war ein wenig skeptisch, um ehrlich zu sein – wir hatten ein Zimmer zu acht – doch beim Betreten waren alle Zweifel dahin. Ein Maisonette-Zimmer, ganz oben, und schon der erste Blick aus dem Fenster traf direkt auf den Eiffelturm. Mich überkam eine leichte Gänsehaut und ich spürte, diese Tage würden wunderbar werden.

Alles Gepäck ausgeladen, führte unser Weg in die Rue Rivoli (Rivoli? Ravioli!), an welcher zwei Kilometer von unserem Hostel weg der Louvre trohnt, straight zum Musee des art decoratifs, um die Werke von Monsieur Dior zu bewundern. Leider nur war die Schlange etwas lang, und ehe wir endlich zum Kartenkauf kamen, war die Zeit zur Besichtigung der Ausstellung zum 70. Jubiläum des Couturiers schon sehr knapp geworden. Macht nichts, erkunden wir einfach das Viertel – vorbei an Diptyque, Goyard und so manch feiner Boutique führte es uns zu Laduree (führte wohl eher ich das Grüppchen zu Laduree, denn: Paris ohne die Macarons aus der lindgrünen Tüte wäre eben nicht Paris.) Ein Box pastellfarbener Köstlichkeiten eingetütet war ich überglücklich und wir begaben uns weiter auf Entdeckungstour.

Ich glaube, es gibt nur wenige Momente, die sich auf immer in die Erinnerung einbrennen. So einer war es, als ich abends, müde von der Entdeckungstour, den Blick aus dem Hostel auf den Eiffelturm richtete. Eine durch und durch perfekte Paris Playlist gab im Hintergrund leise Töne von sich. Und dann begann er plötzlich zu glitzern.

Wir aßen an dem Abend Macarons, tranken Wein und verköstigten Käse und Baguette. Besuchten am nächsten Tag eine Modemesse, stöberten durch eine der ältesten Buchhandlungen Paris‘ und tranken sündhaft teuren Cappucino im Café gegenüber von Notre Dame. Window Shopping in der Galerie Lafayette, ein Besuch im Chanel Showroom, Tee von Mariage Frére, perfekte Croissants aus einer winzigen Bäckerei um die Ecke. Lauschten den bezauberndsten Straßenmusikern. Eine Abend-Vernissage zur Ausstellung von David Hockney im Centre Pompidou mit anschließenden nächtliche Exkursionen in dubiose Bars und zu vielen Gin Fizz’s. Durchforsteten den Louvre bei Nacht, begleitet von einer andauernden Gänsehaut: so viele bekannte Werke aus dem Kunstgeschichtsunterricht, und: ich sah endlich Nike von Samothrake und la Jaconde. Der letzte Tag war Dior gewidmet, die Ausstellung war sagenhaft schön – und am Abend gab es ein Dîner an der Seine. Einen würdigeren Abschluss hätte dieser Kurztrip nicht erhalten können. Das war es wohl, la vie en rose. Und mit nach Hause kam ein Paris Duft – as precious as the memories – von Fragonard. Und das Versprechen an mich selbst, bald wieder zu kommen. Mit meiner großen Liebe, mit der ich nun eigentlich auch nach Paris kam: die Liebe zu meiner Leidenschaft.

 

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Share Tweet Pin It +1
Previous Postradiant spring

No Comments

Leave a Reply