In 51° 31′ N, 0° 7′ W ∙ London, going places

october, week no. 7

 

Es war der schönste Spätsommer, als ich nach London gezogen bin. Und ganz langsam, fast unbemerkt, wurde es Herbst – die Morgen sind kühl, ein leichter Wind weht durch die Bäume und die Stadt ist in goldenes Licht getaucht.

Und, ganz generell, wäre London eine Farbe, wäre es Gold. Kein zu gelbliches Gold, eher ein Gold mit einem kühlen Unterton, das eine leicht distanzierte Wärme ausstrahlt. Begehrenswert, und doch irgendwie unerreichbar. Denn mit fortschreitender Zeit fühle ich mich hier immer mehr zuhause, habe mein Herz irgendwo zwischen Regent Street und Marylebone verloren, finde es nicht wieder, und werde jeden Tag daran erinnert, dass es sich hier vorerst nur um ein temporäres Zuhause handelt. Aber vermutlich ist genau das der Preis dafür, den man zahlen muss, lässt man sich auf ein Abenteuer ein. Und, wie Fitzgerald schon philosophierte: „I want excitement and I don’t care what form it takes or what I pay for it, as long as it makes my heart beat.“ Thank you, Scott. Und wie sehr es mein Herz schlagen lässt.

 

 

Meine Wochenenden genieße ich ebenso wie die Wochentage in der Arbeit – meistens verbringe ich sie in Marylebone, Covent Garden oder Mayfair beim bummeln, starre zu lange in die Schaufenster von Gucci (guilty pleasure) und frühstücke mit Londons bestem Kaffee und Bananenbrot (neue Obsession, oh je.) im Paddington Street Garden oder bekomme eine halbstündige Führung durch den Burberry Store in der Regent Street. Morgen geht es zu einem Workshop im Hause diptyque – and I am utterly excited!

Wenn das Wetter schlechter wird (es hat gerade einmal zwei Tage geregnet, seitdem ich hier bin!) werde ich mir die Museen vornehmen. Bisher war ich am späten Abend in der National Gallery, habe Leonardo, Vincent und William betrachten können, und bekam ganz plötzlich unglaubliche Sehnsucht nach Nike. Vielleicht, ganz vielleicht gibt es bald ein Wiedersehen in Paris…

 

Und langsam realisiere ich, welche anderen Abenteuer nächstes Jahr auf mich warten. Die Travel Bucket List ist lang und es gibt so viel, das gesehen werden will. Aber London, mein London wird für immer meine größte Liebe sein.

 

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