In 51° 31′ N, 0° 7′ W ∙ London

adventure of a lifetime 2.0

Morgen beginnt die letzte Woche meines Praktikums hier in London. Rückblickend habe ich ganze zwei Blogeinträge in der Zeit hier verfasst, und irgendwie weiß ich ja, dass es eh niemand lesen wird, aber ich wollte es doch lesen, mein ich-von-morgen, die Stephanie irgendwann in der Zukunft. Weil es eigentlich eine wunderbare Idee ist, solche Reisen und Abenteuer festzuhalten, und sich in sein ich-von-gestern hinein zu versetzen, zu sehen wie man gewachsen ist, wie man sich entwickelt hat, wie man sich verändert hat.

Vor einem Jahr um diese Zeit hatte ich nichts anderes als Sterne im Kopf, meine größte Sorge war, wie ich 20 Seiten wissenschaftliche Lektüre zur Entstehung von Himmelskörpern texten sollte und welche Druckerei es schaffen würde, meine schwarzen Seiten bloß nicht im glänzenden Schwarz zu drucken, sondern es matt und hochwertig erscheinen zu lassen (ich empfehle hier übrigens c20/m0/y0/k100 und die Indigo Maschine, falls das jemandem hilft). Ein paar Gedanken habe ich hier und da auch noch an meine Abschlussprüfungen verschwendet, weil ich doch bloß sicherstellen wollte, alles sehr gut abzuschließen. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich mich nur vier Monate später mit Selbstständigkeit, Steuerrecht und einem temporären Umzug in ein anderes Land auseinander setzen müsste, wäre meine Abschlussarbeit wohl nicht so gut gelaufen.

Aus diesem temporären, drei-monatigen Umzug wurde dann auch noch eine etwas längere Liaison, und so sitze ich immer noch hier in meinem Zimmer in London. Alleine zu überlegen, was die Highlights waren, überfordert mich fast, weil so viele wunderbare Dinge passiert sind (I met Ben Howard, by the way. Und nicht nur ihn.) und ich mich gleichzeitig mit so vielem Unbekannten auseinander setzen musste, das mir so viel Angst machte. Und irgendwie hört das nicht auf, weil ich mich immer wieder für noch unsinnigere Dinge entscheide. Aber – und das war neben dem Pfadselektionstool in Photoshop wohl die herausragendste learning curve – habe ich gelernt, dass ich alleine Verantwortung für mich übernehmen muss. Stopp. Dass ich alleine Verantwortung für mich übernehmen darf. Und das ist eigentlich so etwas Wunderschönes, so etwas Wertvolles. Weil man die Verantwortung übernehmen kann, seine größten Träume zu verwirklichen.

Also geht es am Donnerstag zurück nach München. Es folgt eine kurze Auszeit, auf die ich mich unendlich freue (tipps for Vienna, anyone?) und dann geht ein neues, ganz großes Abenteuer los. Die letzten sieben Monate waren wohl ein Witz dagegen, und obwohl ich eine so unglaublich große Angst davor habe, freue ich mich auch unendlich darauf. Und es ist so wunderbar zu wissen, dass es immer Menschen geben wird, die hinter einem stehen, die einem helfen zu wachsen, und die einem einfach sagen, wie stolz sie auf einen sind. Und wenn man sich dann noch überlegt, dass UY Scuti der wohl größte anzunehmende Stern ist und in seinen Radius über 850 Sonnen passen, kommt einem nichts mehr unmöglich vor. Genau deswegen wird mich auch nichts aufhalten, meine großen Träume wahr werden zu lassen.

Tatsächlich gibt es dann auch noch Leute, die mir sagen, dass ich wieder schreiben soll. Bittesehr, geschieht hiermit. Zukünftig auch regelmäßiger, und nicht nur über neue Abenteuer. Vielleicht ein wenig mehr über Design, weil ich ab Mitte April dann – ganz vielleicht – eine neue Arbeit beginne.

 

1 Comment

  1. Michaela
    3 Monaten ago

    Please more….

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